Angedacht

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wann wird es endlich wieder Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war… ? Sie erinnern sich? Rudi Carell hat den Schlager 1975 gesungen. Seither tauchte er immer wieder in den Radios auf. Und sorgte für ein leicht wehmütiges Gefühl: Ach früher war eben doch alles besser. Sogar der Sommer.

Nur dieses Jahr, da ist es uns doch ein bisschen mulmig geworden. Da war nicht nur der beschworene Sonnenschein von Juni bis September, sondern es ging im April schon damit los. Und hörte gar nicht wieder auf. So wurde aus dem wehmütigen dann ein beklemmendes Gefühl: Ist das nun der Klimawandel, mit Temperaturerhöhung, orkanartigen Stürmen, mit Dürrezeiten und immer wieder sintflutartigen Regenfällen?

Es wäre nicht ohne bittere Ironie: Wir sonnenhungrigen Nordeuropäer lassen keine Gelegenheit aus, um in den warmen Süden zu fliegen und mit den Treibhausgasen, die wir so erzeugen, kommt der Süden mit seinen Temperaturen schließlich zu uns. Wenn dann noch der Meeresspiegel steigt, dann können wir in Zukunft wirklich den Urlaub Zuhause machen…. Natürlich, so einfach und so harmlos wird es kaum werden. Seriöse Wissenschaftler rechnen heute mit ernsten, ja katastrophalen Folgen der Erderwärmung. Und nicht wenige vermuten gar, dass die Linie, bei der diese Entwicklung noch zu bremsen oder gar zu stoppen war, längst überschritten ist. So stehen wir Menschen dem Unheil, das wir selbst heraufbeschworen haben, schließlich als ohnmächtige Zuschauer gegenüber. Und können gar nichts mehr machen, als doch wieder, wie in alten Zeiten, die Hände schlicht zum Gebet zu falten.

Aber vielleicht wäre das ja ein Anfang. Ein Anfang, um demütiger und so realistischer zu werden. Um zu begreifen, wie zerbrechlich wir in Wirklichkeit sind. Und bei allem beeindruckenden Wissen und Können am Ende doch immer wieder nur auf das Eine angewiesen sind: dass Gott uns sein Angesicht gnädig zuwendet und nicht fallen lässt das Werk seiner Hände. Da wäre es keine schlechte Idee, nach dem Reformationstag nun auch den Buß- und Bettag wieder als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Und darauf zu setzen, dass Gott uns und unseren Kindern noch einmal eine Chance gibt.

Herzlich

René Lammer, Pastor

 

Freiwilliges Kirchgeld

Auch im vergangenen Jahr haben Sie Ihre reformierte Kirchengemeinde wieder mit Spenden gefördert und Beiträge zum Kirchgeld  zukommen lassen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Insgesamt kam eine Summe von 870 Euro zusammen. Wir haben das Geld unter anderem für den Kauf eines Schaukastens vor dem Gemeindehaus verwendet, um ein wenig mehr Präsenz in Northeim zu zeigen. In diesem Jahr bitten wir um eine Spende bzw. das freiwillige Kirchgeld für die Neugestaltung unseres Gemeindegartens. Wie viele von Ihnen vielleicht wissen, hat unsere Gemeinde einen recht großen Garten in der Hindenburgstr. in Northeim. Leider ist dieser Garten bisher nur wenig zu nutzen gewesen, da er zur Straße hin offen und deshalb durch den Straßenverkehr zu unruhig ist. Im kommenden Jahr werden wir nun mit einer grundsätzlichen Neugestaltung des Gartens beginnen, freilich ohne seinen alten, wunderschönen Baumbestand dabei anzutasten. Aber wir wollen ihn zu einem einladenden Ort herrichten, in dem kleine und auch größere Gruppen sich zur Sommerzeit gerne aufhalten und Begegnungen stattfinden können. Wir denken, weil es in keiner Kirchengemeinde in Northeim einen vergleichbaren Ort gibt, werden wir mit dieser Initiative auf reghaftes Interesse auch über unsere Gemeinde hinaus stoßen. Sobald der Garten dann neu bepflanzt ist, wollen wir im nächsten Sommer zu einem Fest unter dem Motto: "Unter freiem Himmel" einladen. Jeder Interessierte soll dann einen Platz im Garten erhalten, um sein Hobby anderen vorstellen zu können. Vielleicht züchten Sie Bonsaibäume oder Kräuter, fertigen aus Ton Kunstgegenstände für den Garten, binden Blumengestecke oder was auch immer es sei und unter freiem Himmel anderen zur Anregung, zum Kauf oder einfach nur zur Freude gezeigt werden kann. Wir sind gespannt auf die Kreativität der Northeimer und natürlich auch aller anderen Interessenten zwischen Harz und Weser. Also: Machen Sie mit und helfen Sie uns mit Ihrer Spende einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen unter freiem Himmel begegnen können!